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... Fortsetzung (4)...

Die nächste Frage der beiden war, ob wir wüßten, daß in dieser Gegend fotografieren verboten sei und sie wollten wissen, ob wir Kameras hätten. »Nein, wir hatten keine dabei«, erklärten wir, woraufhin die beiden unsere Sachen sehen wollten. Zwar befanden wir uns auf öffentlichem Land, und die Security hatte im Prinzip kein Recht dazu, uns zu durchsuchen, aber da wir unsererseits nichts zu verbergen hatten, zeigten wir ihnen unsere Taschen. Zeugen gab es sowieso nicht, und daß die anderen stärker als wir waren, mußten sie uns nicht erst demonstrieren. Also wäre es in Anbetracht der momentanen Umstände gewiß wenig weise gewesen, sich nicht zu fügen.

Der größere Security-Mann fand nun mit einiger Überraschung meinen Feldstecher, nahm darauf gleich sein »Brick« hervor, sein Handfunkgerät, und meldete den Fund an die »nichtexistente« Basis, die sich mit einem Rauschen meldete. Sie fragten uns nochmal, ob wir Kameras hätten. »Im Auto schon«, meinte ich, »aber wir haben sie nicht auf den Berg mitgenommen«. Egal, die Kameras mußte er unbedingt sehen. Gleich zwei Stück kamen zum Vorschein. Das war wohl doch etwas verdächtig. »Er hat Kameras dabei. Er hat auch einen Feldstecher«, gab der Wächter an die Basis durch. »Warum zwei Kameras?« - Ja, war denn das ein solches Wunder? Wir waren doch zu zweit gekommen, und jeder hatte eben seine eigene Kamera - übrigens ganz einfache Dinger. Wir hatten für diesen Trip keine Spiegelreflex, kein Teleobjektiv, nichts mitgenommen, was wirklich gute Bilder hätte produzieren können. Und da machten die beiden trotzdem einen solchen Aufstand!


Der Prototyp der Stealth F-117 auf Nellis.


Der "Blackbird" SR-71 A.
© USAF


Der Stealth-Bomber B2.
© USAF

Sie fragten mich, was ich damit wolle. Immer wieder erklärten sie, man dürfe hier nicht fotografieren, auch keine Zeichnungen anfertigen, einfach nichts. Er rief noch einmal bei der Basis an und fragte, was sie mit uns machen sollten. Aus dem Gerät rauschte und knisterte es wieder, und dann drang eine undeutliche Stimme durch den Äther. Wie aus einer anderen Welt klang sie. Und das war sie in gewissem Sinne ja auch, denn sie drang direkt aus »Dreamland« in unsere Ohren: »Sagt ihnen, was mit ihnen passiert, wenn sie hier weiter vordringen«. Ob ich wisse, was »jail« bedeute, meinte darauf mein Gegenüber. Wir müßten schon mit Festnahme, Gefängnis und hohen Geldstrafen rechnen, sollten wir hier fotografieren oder vielleicht einen Schritt über die Grenze wagen. Alte Erinnerungen an das geteilte Deutschland wurden langsam wach. Wir bekamen regelrecht »Ostblockgefühle«, mußten nun wirklich an die ehemalige DDR denken, den ungeliebten Begriff »Zonengrenze« und das »Niemandsland«. Aber auch die Amerikaner selbst sehen diese Parallelen, diese Ähnlichkeit der Situation, und wenn Glenn von der »Restricted Area« spach, nannte er sie manchmal »Our Berlin Wall«.

Wenigstens akzeptierte der Security-Mann dann meine Bemerkung, daß er doch selbst gesehen habe, wie wir unser Auto regelrecht mieden; er mußte erkennen, daß wir keine Tür geöffnet und nichts hineingelegt hatten und daher alles, was sie im Auto fanden, auch die ganze Zeit darin gelegen hatte.

Trotzdem fürchtete ich schon um eine Filmrolle, die das Interesse des Security-Mannes fand. Sie zeigte zwar keinerlei sensitive Einrichtungen, doch waren mir die Bilder dennoch wichtig.
Angeblich steht das Angebot des Sheriffs, die Bilder nach Beschlagnahmung entwickelt zurückzugeben, wenn keine Geheimnisse und verbotenen Militäranlagen darauf zu sehen wären. Doch in diesem Kontext bemerkt Glenn lediglich: »Der Service ist wirklich schlecht. Im Durchschnitt bekommt man seine Bilder zurück, wenn die Hölle gefriert.« - Nun, meine stille Hoffnung ging daher eher in die Richtung, jene Filmrolle behalten zu dürfen. Und wie gesagt, die Security hatte gesehen, daß wir zwischenzeitlich nicht am Wagen gewesen sein konnten, um irgend etwas zu manipulieren. Also durfte ich den Film behalten.

Nachdem diese Geschichte nach endlosem Hin und Her schließlich doch hinreichend geklärt war, mußten sie noch unbedingt wissen, was unsere weiteren Pläne waren und wie lange wir denn in dieser Gegend bleiben wollten. Dann verabschiedeten sie sich. Sie setzten ihren Jeep gerade in Bewegung und wendeten, als mir einfiel, daß wir auf diesem Boden vielleicht wieder mit den Rädern steckenbleiben konnten. Nachdem wir nun auch schon hungrig geworden waren und uns endlich wieder im über fünfzig Kilometer entfernten Rachel versorgen wollten, war der Gedanke daran, hier eventuell festzuhängen, nicht besonders erfreulich. Ich ging daher noch einmal zu den beiden hinüber und bat sie, noch einen Augenblick zu warten, bis ich an der kritischen Stelle gewendet hatte, denn sonst würde unser Aufenthalt vielleicht länger dauern als uns allen lieb war.


Der superschnelle Höhenaufklärer
Blackbird SR 71
Originalbild


Erdarbeiten auf Area 51.


Die Geheimbasis bei Nacht.

Das war ein Argument. Der Größere kam sofort mit hinüber zu unserem Wagen und wollte sogar noch einen riesigen Stein direkt hinter der Stoßstange weghieven, um uns den Weg freizumachen. Im nachhinein frage ich mich, ob er vielleicht einmal für eine Versicherung gearbeitet hatte ...
Doch im Ernst, ich bedankte mich für seine Hilfsbereitschaft, meinte aber zu ihm, daß der Brocken doch einige Rückenprobleme bringen könnte und ich auch so wenden könne. Es ging ja nur darum, nicht im Sand zu versinken, was manchmal überraschend schnell geschehen kann. Nun aber konnten wir uns endgültig auf den Weg machen. Ich war wirklich vom aktiven Einsatzwillen der Security beeindruckt, wenn es darum ging, dafür zu sorgen, daß Besucher jene Gegend nur gut und schnell wieder verlassen konnten. Wir winkten nochmal freundlich und machten uns auf nach Rachel, zum Little A 'Le' Inn. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fuhren wir dann wieder hinaus, um unser Zelt auf einem kleinen versteckten Platz aufzubauen, von dem aus man den geheimnisvollen Himmel über Area 51 gut überblicken konnte.

Als die Nacht kam, öffnete sich über uns der Weltraum mit Tausenden von Sternen. Das leuchtende Band der Milchstraße war so deutlich zu sehen; wir glaubten sie auf den Buckel legen und davonschleppen zu können. In der Finsternis der »Schwarzen Welt« leuchteten die Sterne besonders hell. Gelegentlich blitzten Sternschnuppen wie himmlische Ausrufezeichen über »Dreamland« auf, während wir abwechselnd unsere Nachwache hielten. Im Autoradio, das leise lief und wenigstens ein bißchen Abwechslung brachte, spielten die »Scorpions« sinnigerweise gerade »Alien Nation«. Und ich war dabei, selbst bald ins Land der Träume hinüberzugleiten. ...

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