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Die Sternwarte
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Wesentliche Neuerungen und Änderungen:

Nach dem Umbau der seit mehr als 20 Jahren bestehenden Sternwarte ist das wesentliche Instrumentarium auf den aktuellen technischen Stand gebracht und für die weitere Erkundung noch größerer Tiefen des Weltraums ausgestattet. Vor allem im astrofotografischen Bereich bestehen durch geeignete Kamerasysteme und Filterkombinationen weitaus bessere Möglichkeiten, um selbst bei normalerweise störendem Vollmond-Licht tief ins All vorzudringen und auch sehr lichtschwache Objekte zu erfassen.

Unter anderem stehen schwache Emissionsnebel unserer Galaxis auf dem Programm, um mit engbandigen Filtern in den üblichen Spektralbereichen von

  • H-Alpha,
  • zweifach ionisiertem Sauerstoff (OIII) und
  • einfach ionisiertem Schwefel (SII)
mittels gekühlter CCD-Kameras im Dreifarbverfahren aufgenommen und den einzelnen rgb-Kanälen zugeordnet werden. Vor allem im CCD-Visier des Hauptteleskops befinden sich häufig auch ferne Galaxien.

Gegenwärtig sind die Belichtungszeiten noch relativ »knapp« gehalten und liegen bei maximal rund 140 Minuten pro Objekt, oft aber deutlich darunter. Bald sollen die Zeiten auf einige hundert Minuten pro Objekt angehoben werden, um die Bildinformation noch einmal deutlich zu verbessern.

Rechts im Bild: der Große Orionnebel M 42 durch den Richfield-Semiapo.

Das altbewährte und gegenwärtige Hauptgerät, der nunmehr komplett gewartete, massive 12,5-Zoll-Newton auf dem neuen Achsenkreuz (Hersteller: Astronomiegerätebau Manfred Mauz) mit FS-2-Steuerung von Astro-Electronic, Michael Koch.

Insgesamt steht derzeit eine Vierteltonne auf dem Sockel.
Der anfangs verwendete Großfeldrefraktor 102/660 wird fotografisch meist durch einen 150/600-Newton oder einen 120/900-ED-Apo ersetzt, gelegentlich (wie hier im Bild) auch durch eine der generell beliebten 80/600-ED-Optiken.

Der 102/660 hat sich zwischenzeitlich vor allem als geeignetes Leitrohr beim Autoguiding per LVI-Guider erwiesen, wenn die Aufnahmebrennweite bei 2 Metern liegt. Bei zu hoher Nachführbrennweite überkorrigiert der LVI auf Luftunruhe. Die Genauigkeit der Montierung lässt bei weit niedrigerer Brennweite ein exakteres Guiding-Ergebnis zu. Geeignet ist auch der größere ED mit William Reducer 0,8.

Erste CCD-Experimente mit dem 120/900 als Aufnahme-Teleskop liefern sowohl mit 0,8-Reducer als auch ohne durchaus vielversprechende Ergebnisse. Eine langbelichtete Farbaufnahme durch dieses Teleskop gibt einen Ausschnitt der Gamma-Cygni-Nebel wieder, andere Bilder zeigen den Adler-Nebel M 16 engbandig ("Hubble-Palette") sowie eine H-Alpha-Luminanz des Omeganebels M 17. Sie sind in der CCD-Sektion 1 abgebildet. Neben weiteren Luminanzaufnahmen werden zusätzliche LRGBs und Bilder in "mapped colour" folgen.

Als leistungsfähiges Zusatz-Teleskop dient nach wie vor ein 5-Zoll-»FH«-Refraktor von TS, der sich hervorragend zu diversen Sonnenbeobachtungen einsetzen lässt. Er liefert dabei vor allem in der Kombination mit einem Herschel-Keil, Solar-Continuum-, IR-Sperr- und Doppelpolfilter eine gestochen scharfe Abbildung der Sonnengranulation. H-Alpha-Beobachtungen der Sonne finden momentan ausschließlich an einem Coronado PST statt, das trotz seiner geringen Öffnung erstaunlich gute Ergebnisse liefert und je nach Bedarf einfach am Sucherschuh des Leit-Refraktors angebracht wird. Eine zusätzliche H-Alpha-Umrüstung des Leitrohrs ist in Vorbereitung. Die Zusatzinstrumente können je nach geplanter Aufgabe modulartig gewechselt werden.

Das ausladende und schwere Teleskop aus anderen Blickwinkeln:

Die Montierung arbeitet hoch präzise: Bei 1200 mm Brennweite und Einzelbelichtungszeiten bis zu sechs Minuten ohne jede aktive Kontrolle waren die Sternabbildungen sogar bei CCD-Aufnahmen immer noch punktförmig (s. Beispiels-Aufnahmen in der CCD-Sektion)

Besonders während der Wartungsphase des 12,5-Zoll-Newton befand sich ein 10-Zoll-Newton f/4,7 im Test-Einsatz. Das einsame Gegengewicht verdeutlicht den Massenunterschied zwischen den beiden Teleskopen sehr schön:

Während längerer Belichtungen am Hauptgerät wird der 10-Zöller mittlerweile gelegentlich auf der schweren, extrem tragfähigen Meade-Montierung Typ 2 eingesetzt, ansonsten auch als noch recht gut portables Fernrohr bei Außeneinsätzen genutzt. Die Abbildungsqualität dieses Newton-Spiegels hat sich als überraschend gut erwiesen. Die betreffende Anordnung ermöglicht auch fotografische Verwendung.

Als "Doppelpack" dient manchmal unter anderem die Kombination der beiden Newtons 254/1200 und 150/750 (links) vor allem für digitale Anwendung. Der lichtstarke Newton 300/1200 (rechts) kommt stationär und zur Zeit vorrangig visuell als Standardgerät auf der Typ-2-Montierung zum Einsatz.

 

 

Rechts:
Das massive Achsenkreuz mit Hauptinstrument und 5-Zoll-Refraktor.

Im Hintergrund deutet sich bereits die geplante nächste Ausbaustufe der Sternwarte an: ein lichtstarker 18-Zoll-Volltubus-Newton, f/4,4.

Noch ist der große Primärspiegel extra aufbewahrt, das Instrument zerlegt.

Auch dieses Teleskop soll parallaktisch montiert und astrofotografisch eingesetzt werden. Die Montierung dazu muss allerdings erst in Auftrag gegeben werden ... und so steht hier wahrhaft noch manches in den Sternen.
 

Unten:
Sonnenbeobachtung am 5-Zoll-Leitrefraktor per Herschel-Keil, Solar-Kontinuum- IR- und Doppelpolfilter. Parallel dazu das in sonnigem Gold glänzende Coronado-H-Alpha-Teleskop.

Gegenwärtig umfasst die Sternwarte insgesamt rund 30 Instrumente auf diversen Montierungen. Hauptgeräte sind:

Spiegeloptiken:

18-Zoll-Newton – f/4,4 (noch nicht im Einsatz)
14-Zoll-Newton – f/4,6
12,5-Zoll-Newton – f/6
12-Zoll-Newton – f/4
10-Zoll-Newtons – f/4,7 I und II
8-Zoll-Schmidt-Cassegrain – f/10
8-Zoll-Newtons – f/8, f/6, f/5

Linsenoptiken:

7-Zoll-Refraktor – f/9
6-Zoll-Refraktor – f/8
6-Zoll-Refraktor – f/6,5
5-Zoll-Refraktor – f/9,4
5-Zoll-Refraktor - f/7,5
Für H-Alpha:
1,6-Zoll-Refraktor – f/10


Das Zentrum von M42 durch den 12,5-Zöller

Unten:

Weiß auf Schwarz: Der 7-Zoll-Refraktor in einer klirrend kalten Winternacht. Das bereits recht ausladende Instrument ist gegenüber einem vergleichbaren Newton oder Cassegrain wegen des geschlossenen Tubus unempfindlicher gegen Temperaturänderungen und liefert schon nach kurzer Adaption gestochen scharfe, hoch aufgelöste Bilder bei Mond, Planeten und Doppelsternen.

 

 



Auch im Deep-Sky-Bereich zeigt die unobstruierte Öffnung von rund 180 mm durchaus ihre Stärken, vor allem natürlich in der Definition der Sternabbildungen. Die Eisschicht auf dem Tubus zeugt von der Kälte der Nacht.

 

 

Unten:

Diese beiden kurz belichteten Test-Aufnahmen entstanden durch den 7-Zöller - ein Planetengerät als Deep-Sky-Kamera.

Links: Das Foto des Rosettennebels entstand mit nur 16 Minuten Belichtungszeit bei f/9! Als Kamera diente eine für H-Alpha modifizierte 300D bei 1600 ASA. Natürlich musste die Bearbeitung schon ziemlich forciert werden, um bei dieser kurzen Integration und f/9 noch etwas zu zeigen.

Rechts: Der schöne Kugelsternhaufen M 3 bei ebenfalls 1600 mm Brennweite (f/9) im 7-Zoll-Refraktor.

 

Unten:

Links: In der Kombination mit einem C8 als Leitrohr lässt sich der leicht modifizierte 10-Zoll-Newton auf der CGE-Montierung gut als lichtstarke CCD-Optik einsetzen. Die Stabilität reicht für fotografische Zwecke aus.

Rechts: 6-Zoll-Refraktor zusammen mit 5-Zoll-Richfield-Gerät im nächtlichen Feldeinsatz. Der kurzbrennweitige 5-Zoll-Refraktor hat sich in der »Herschel-Kombination« ebenfalls als überraschend leistungsfähiges Sonnenteleskop erwiesen.

 

In nächtlicher Stille:

Links: Fotografische Kombination mit 150/600 Fotonewton und 80/600-Refraktor - beide Geräte eignen sich für relativ große Himmelsfelder. Im Hintergrund das untergehende Sternbild Orion.

Rechts: Setup mit 200/1000-Newton, vor allem visuell.

 

 

  Zum Schluss ein direkter Größenvergleich - der Tubus des 18-Zoll-Newton gegen den ungleich kleineren, aber doch altehrwürdigen 6-Zoll-"Kollegen":

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