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Die Sternwarte: Astrofotografie digital – Teil 2
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M 45 - Plejaden


Ein weiteres Pracht-Objekt des Winterhimmels: Augenfällig und unverkennbar sind die Plejaden (M 45) im Sternbild Stier (Taurus),
eine lockere Ansammlung heißer und junger Sterne in rund 440 Lichtjahren Distanz. Spektren der Mitgliedssterne zeigen eine Linienverbreiterung, die auf hohe Rotationsgeschwindigkeiten hindeutet – sie liegt an den Oberflächen zwischen 150 und 300 Kilometer pro Sekunde.

Langzeitbelichtungen lassen die visuell kaum erkennbaren Nebelmassen sichtbar werden, die den gesamten Haufen einbetten. Sie sind offenbar Teil einer Molekülwolke und reflektieren das Licht der hellen blauen Sterne. 20D-Aufnahme mit Hilfe des Großfeld-Newton 150/600.

AE Aurigae

Der veränderliche Stern AE Aurigae mit dem schwach glühenden »Flaming Star«-Nebel IC 405 im Sternbild Fuhrmann. AE Aurigae ist ein ungewöhnlicher veränderlicher Stern, der ursprünglich aus dem Sternbild Orion zu stammen scheint und seinen Entstehungsort mit relativ hoher Geschwindigkeit verlassen hat (»Runaway-Stern«).

Aufnahme mit dem f/6-Großfeldrefraktor (rechts am Hauptinstrument, Abb. unten) und der 20 D. Die bläulichen Höfe um die Sterne verraten den Achromaten. Auch diese Aufnahme musste relativ forciert bearbeitet werden, um die Rotschwäche der 20 D zu kompensieren und die verhaltenen Nebelmassen sichtbar werden zu lassen.


h + Chi Persei (NGC 869/884)

Der Doppelsternhaufen h + Chi Persei im Sternbild Perseus zählt zu den interessantesten offenen Sternhaufen. Mit einer Entfernung von ca. 7000 Lichtjahren ergeben sich für die hellsten Sterne sehr beeindruckende Leuchtkräfte. Sie entsprechen Objekten wie Rigel im Orion. Riesensterne dieses extremen Typs strahlen mit rund 60 000-facher Sonnenleuchtkraft. 20D-Aufnahme mit dem 12,5“-Newton.

NGC 1499 – California-Nebel

Im Sternbild des Perseus befindet sich dieser rund 2000 Lichtjahre entfernte Nebel, eine lichtschwache Ansammlung von Wasserstoffgas, die rund 250 Sonnenmassen auf eine interstellare Waage bringen würde. Aufnahme mit dem Großfeld-Newton 150/600 und der modifizierten Canon 300D.

Zwei »planetarische« Nebel:

Im Gegensatz zu den oben abgebildeten Objekten zählen diese beiden bekannten Weltraumwunder zum Sommerhimmel und ganz bestimmt zu den ersten Zielen eines jeden Deep-Sky-Beobachters.


M 57 – Ringnebel in der Leier


M 27 – Hantelnebel im Sternbild Füchschen

Der Ringnebel M 57 im Sternbild Leier (Lyra) rechnet zur Gruppe der »planetarischen Nebel« - eine 1785 von dem deutsch-englischen Astronomen Wilhelm Herschel geeprägte Bezeichnung für lichtschwache runde Nebelobjekte. Ihr Aussehen erinnerte ihn an den Anblick ferner Planetenscheibchen, daher der Name. Doch physikalisch haben diese Objekte nichts mit Planeten zu tun, sie sind sogar unvergleichlich größer als ganze Sonnensysteme. Hier dreht es weit mehr um stellare Dimensionen sowie Kategorien von Sterngeburt und Sternentod:

Ganz anders als Objekte wie der Rosettennebel nämlich steht der Ringnebel genau wie auch der »Hantelnebel« M 27 im Zusammenhang mit dem Ende einer fremden Sonne. Ihr Überrest ruht als sehr langsam abkühlender Weißer Zwergstern im Zentrum der Gashülle. Ein Becher voll dieser exotischen Materie würde auf der Erde soviel wiegen wie 30 Mittelklasse-Autos.

M 57 ist rund 2000 Lichtjahre von der Sonne entfernt. Bis heute ist nicht mit Sicherheit geklärt, ob es sich bei dem Objekt tatsächlich um einen Gasring handelt oder aber eine Gasblase mit ausgehöhltem Inneren. Der extrem heiße Zentralstern erreicht eine Oberflächentemperatur im Bereich von 100 000 bis 120 000 Grad Celsius.

Auch der Hantelnebel M 27 zählt zu den planetarischen Nebeln. Er dehnt sich über rund 2,5 Lichtjahre aus und besitzt demnach auch absolut einen größeren Durchmesser als der Ringnebel. M 27 erweist sich immerhin über zweitausendmal so groß wie die Plutobahn. Der sehr heiße blaue Zwergstern im Zentrum befindet sich am Ende seines »Lebens« und hat beim Kollaps seine äußere Atmosphäre als Gasschale abgestoßen, die nun den Nebel bildet. M 27 ist etwa halb so weit von uns entfernt wie M 57.

Beide Aufnahmen entstanden durch den 12,5“-Newton mit der 20D und UHC-S-Filter. Während der Belichtung des Hantelnebels war der Himmel stark aufgehellt (beinahe Vollmond).

Auch die folgenden beiden Emissionsnebel zählen zum sommerlichen Himmel:

M 8, der Lagunennebel im Schützen:

Diese Großfeldaufnahme durch den parallel zum 12,5-Zöller montierten Foto-Newton entstand mit der modifizierten Canon 300 D. Ihre hohe Wasserstoff-Empfindlichkeit bildet den Nebel bei ISO 800 bereits nach 303 Sekunden Belichtungszeit deutlich ab. Weitere Infos und Aufnahmen zu diesem Objekt finden Sie in der CCD-Sektion der Sternwarte.

NGC 7000, der Nordamerikanebel im Sternbild Schwan:

Unweit des hellen Sterns Deneb, dem Hauptstern des Schwans, erstrecken sich die ausgedehnten Nebelmassen des Objektes mit der Nummer 7000 im New General Catalogue. Der populäre Eigenname leitet sich natürlich von seiner Gestalt ab, die dem nordamerikanischen Kontinent deutlich ähnelt. NGC 7000 dürfte sich in einer Entfernung zwischen 2000 und 3000 Lichtjahren von uns befinden, wobei er eine Region von rund 100 Lichtjahren Ausdehnung überdeckt. Das Bild entstand wiederum durch den 6"-Fotonewton mittels der H-Alpha-sensibilisierten 300D.

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