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CCD-Sektion – Teil 4
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Diverse Aufnahmen mit gekühlter CCD-Kamera und großteils engbandiger Filterung:
Alle Fotografien, sofern nicht extra gekennzeichnet: © Bildautor = Andreas v. Rétyi
Externe Fotografien sind jeweils unter »Ergänzende Abbildung(en)« zu finden

Achtung: Die Abbildungen werden zur Vermeidung langer Downloadzeiten nicht
in voller Qualität wiedergegeben! Trotzdem kann der Ladevorgang der Bilddateien
je nach Verbindung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Orion-Nebelkomplex

Sternbild Orion

Das Winter-Sternbild Orion zählt unbestritten zu den markantesten Konstellationen. Doch nicht nur die hellen Sterne begeistern geradezu jeden Himmelsfreund, der in klaren Nächten während der frostigen Jahreszeit beobachtet.

Diese Regionen sind erfüllt von geheimnisvoll glühenden Gebilden aus Staub und Gas, die im ständigen Wechselspiel mit sehr jungen, leuchtkräftigen Sternen echte kosmische Kunst ins Weltall zaubern, natürliche Space Art der schönsten Form.

Die Darstellung rechts entstammt einer alten Karte. In früheren Zeiten wurden sämtliche Sternbilder auf den reich verzierten Himmelsgloben gegenüber der realen Ansicht seitenverkehrt abgebildet, entsprechend einer unmittelbaren Außenansicht der gedachten Sternensphäre. Nach dieser Interpretation befand sich die Erde im Inneren der Himmelskugel. Die moderne Karte ganz rechts entspricht hingegen dem wirklichen Himmelsanblick.

 

Der Große Orionnebel

Der hellste Bereich im Orion-Komplex:

M 42, bekannt als der Große Orionnebel. Das gigantische Objekt dehnt sich allein in seiner leuchtkräftigen Zentralstruktur über 100 Lichtjahre aus – das entspricht einem Tausendstel des Durchmessers unseres Milchstraßensystems und ist bereits relativ zu den Dimensionen unserer lokalen Galaxiengruppe um unsere Galaxis und das Andromeda-System geradezu verschwindend klein. Dennoch, schon die Zentralregion von M 42 ist 100000mal größer im Durchmesser als das Sonnensystem bis zur Bahn des Nichtmehr-Planeten Pluto.
Unvorstellbar.

Ein Düsenjet, der ununterbrochen 24 Stunden täglich mit 2000 km/h durch die Gas- und Staubmassen von M 42 fliegen würde, hätte vor 65 Millionen Jahren, also ziemlich genau zur Zeit des Dinosauriersterbens, auf der einen Seite des Nebels starten müssen, um in der Gegenwart auf der anderen Seite anzukommen!

Der Große Orionnebel und seine Begleitsysteme sind rund 1600 Lichtjahre von uns entfernt.

Hier folgen nun einige CCD-Impressionen mit verschiedenen engbandigen Filterungen bzw. Zuordnungen zu den einzelnen rgb-Farbkanälen. Da es sich um speziell gefilterte Aufnahmen handelt, geht es wiederum nicht um Darstellung realistischer Farben. Die Farbe dient hier zur Hervorhebung bestimmter Details. Deshalb erscheint der Orionnebel merklich unterschiedlich auf den Aufnahmen. Diese Technik lässt durchaus bereits einige Aussagen zur chemischen Zusammensetzung des komplexen Gebildes zu. Und ein schöner Nebeneffekt ist die große Ästhetik solcher Bilder.

Die ersten beiden Farbaufnahmen entstanden durch den Großfeld-Refraktor, die dritte Abbildung zeigt den zentralen Teil des Nebels durch den 12,5-Zoll-Newton. Hier sind dann auch deutlich die vier hellen Zentralsterne zu erkennen, das berühmte Trapez. Vor allem ihre Strahlung ist es, die den Nebel sichtbar werden lässt, indem es die Wasserstoffmassen und übrigen Gase durch energiereiche UV-Strahlung zum Leuchten anregt.

Gleichzeitig reflektieren die in die gigantische Struktur eingebetteten Staubmassen des Nebels das bläuliche Licht der Sterne und schaffen bereits in üblichen rgb-Aufnahmen fantastische Mischfarben zwischen Rot und Blau, wie sie auch in der allgemeinen Astrofotografie-Sektion zu sehen sind.

Der Große Orion-Nebel in zwei verschiedenen Bildbearbeitungen, aufgenommen durch den ED-Großfeldrefraktor:

Der zentrale Bereich des Großen Orionnebels in einer engbandigen, kontrastverstärkten Aufnahme durch den 12,5-Zoll-Newton:

Nochmals das Zentrum von M 42, diesmal als kurzbelichtetes RGB-Bild (= wirklichkeitsnahe Farben) mit 1x1-Binning, wiederum
aufgenommen durch das 12,5-Zoll-Teleskop. Die Trapezsterne treten jetzt deutlicher hervor.

Schließlich die Zentralregion von M 42 mit zusätzlicher H-Alpha-Luminanz und Unschärfemaskierung:

 

Der Pferdekopfnebel

Eine fantastische Region nahe des Großen Orionnebels M 42 liegt beim linken Gürtelstern des Orion, Alnitak oder Zeta Orionis, hier der ganz helle Stern am linken Bildrand. Darunter befindet sich eine in größeren Teleskopen unter guten Bedingungen noch einigermaßen deutlich erkennbare Wasserstoffwolke, NGC 2024, die von dichten Dunkelwolken aus interstellarem Staub durchzogen ist und hier sehr hell sichtbar wird. Rechts dann das schwach glühende Feld von IC 434, auf das sich die Dunkelwolke B 33 projiziert, genau jener berühmte »Pferdekopfnebel«, wie er im IRAS-Bild klein, aber deutlich zu sehen ist. Hier nun im sichtbaren Licht als Überblicksaufnahme.

Diese Aufnahme entstand durch den Großfeld-Apochromaten, zur Verkürzung der einzelnen Integrationszeiten mit 2x2-binning. Dieser »Schnappschuss« von insgesamt nur 30 Minuten Belichtungszeit (Ha : OIII : SII = 10 min : 10 min : 10 min) entstand am frühen Morgen des 4. Oktober 2006 und »läutete« für die Sternwarte gewissermaßen die nächste Wintersaison ein. Das Signal-Rausch-Verhältnis der Aufnahme ist wegen der kurzen Belichtungszeit noch ungünstig, der limitierende Faktor hierfür war die knapp bevorstehende Morgendämmerung.

Zum Vergleich eine mit 30 Minuten bei 1x1-Binning relativ kurz belichtete Aufnahme (13nm-Ha-Luminanz) durch das Hauptinstrument:

Ergänzende Abbildungen

Innerhalb von Objekten wie dem Orionnebel spielen sich ungeahnte Phänomene ab. Mit zu den fantastischsten Entdeckungen zählen die Funde protoplanetarer Scheiben, kurz Proplyden.

Diese Objekte stellen aller Wahrscheinlichkeit nach Sonnen- und Planetensysteme im Prozess der Entstehung dar. Die vier Aufnahmen rechts stammen vom Hubble-Weltraumteleskop (NASA, Space Telescope Science Institute, STScI).

 

Das IRAS-Infrarotbild rechts enthüllt erst die gesamte Ausdehnung des Orion-Komplexes:

Unterhalb der Bildmitte strahlen zwei auffallend helle Regionen. Die längliche obere entsteht durch das Leuchten des Pferdekopfnebels und der Gasmassen nahe Zeta Orionis. Die untere ist identisch mit dem Großen Orionnebel. Der helle, fast kreisrunde Fleck links im Bild, knapp oberhalb der Bildmitte, ist der Rosettennebel im Sternbild Einhorn.

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