Home Kontakt FAQ Impressum

:. Area 51
Geschichte
direkte Begegnung
Detailansichten
Top Secret
Papoose Lake
Panoramabild
Bildergalerie
virtuelle Reise
Sternentor


:. Ägypten
Geheimakte Gizeh
Untergrund
Gizehplateau
Sphinx + Pyramiden
Mysteriöse Vorgänge

:. Astronomie
Aus Raum und Zeit
Sonnensystem
Unsere Galaxis
extragalakt. Raum
Bildergalerie

:. Astrofotografie
Sternwarte
Astrofotografie
Sonnensystem digit.
CCD-Sektion
 – Sektion 1
 – Sektion 2
 – Sektion 3
 – Sektion 4
 – Sektion 5

:. Space Art
Allgemeines
Bildergalerie

:. Geheimpolitik
Bilderberger
Terrorflüge

:. Bücher
Bücherliste
Autorbiografie

:. News
Leserreise
KOPP Info-Service
News-Beiträge AvR

--------------------------------
CCD-Sektion – Teil 2
--------------------------------

Diverse Aufnahmen mit gekühlter CCD-Kamera und großteils engbandiger Filterung:
Alle Fotografien, sofern nicht extra gekennzeichnet: © Bildautor = Andreas v. Rétyi
Externe Fotografien sind jeweils unter »Ergänzende Abbildung(en)« zu finden

Achtung: Die Abbildungen werden zur Vermeidung langer Downloadzeiten nicht
in voller Qualität wiedergegeben! Trotzdem kann der Ladevorgang der Bilddateien
je nach Verbindung einige Zeit in Anspruch nehmen.

M 57 - Ringnebel im Sternbild Leier

Der ebenfalls im Bereich digitaler Astrofotografie schon beschriebene Ringnebel M 57 in der Leier in einem Falschfarben-Testbild am 12,5-Zoll-Newton. Der energiereiche Zentralstern ist ein lediglich planetengroßer Weißer Zwerg.

Die Atome in seinem Inneren wurden beim stellaren Kollaps zertrümmert, Elektronen bilden zwischen den nun dicht gepackten Kernteilchen ein negativ geladenes Gas – der Weiße Zwerg besteht aus entarteter Materie. Ein normal dimensioniertes Trinkglas, gefüllt mit dieser Materie, würde auf der Erde soviel wiegen wie rund dreißig Mittelklasseautos.

Der Zentralstern des Ringnebels leuchtet als Objekt 15. Größenklasse. Der helle Nebelhintergrund lässt diesen Stern meist verblassen, so dass sehr große Instrumente zu seiner visuellen Beobachtung erforderlich werden.

Zum Vergleich hier noch eine weitere Aufnahme des Ringnebels, diesmal als LRGB-Bild mit maximaler Kamera-Auflösung (1x1-Binning) und einer Gesamtbelichtung von nunmehr 30 Minuten (L=15’; R, G, B je 5’) am 12,5-Zoll-Newton f/6.

Sehr schön ist hier die bläuliche Eigenfarbe des zentralen Weißen Zwerges zu sehen. Interessant auch die radiale Farbverteilung im Objekt. Die Anregungsenergie der Nebelmassen nimmt mit zunehmendem Abstand vom Zentralstern ab. Das sinkende Level bewirkt, dass im äußeren Ring vorwiegend nur noch Wasserstoff angeregt wird und rot leuchtet, während die höhere Energie im Mittelbereich auch das grünliche Glühen von Sauerstoff sowie Stickstoff auslöst. Im Inneren erscheint der Nebel im sichtbaren Licht dunkel, da er hier UV-Strahlung abstrahlt. Erst bei sehr langen Belichtungen tritt die wahre Ausdehnung des Ringnebels hervor. Das in Wirklichkeit vermutlich eher röhrenförmige Objekt besitzt ein weites Halo, das bei einer früheren Materieabstoßung entstand und im Jahr 1935 entdeckt wurde.

Ringnebel mit Konstrastverstärkung

Dieses deutlich kontrastverstärkte Falschfarbenbild von M 57 zeigt bereits andeutungsweise dessen sehr lichtschwache äußere Hüllstruktur. Die Aufnahme wurde lediglich 45 Minuten lang belichtet, im Grunde nur ein »Schnappschuss«. Erst nach einer Gesamtbelichtungszeit von 15 bis 30 Stunden lässt sich die komplexe Außenhülle klar und detailreich erfassen. Dann zeigt sich auch der galaxienreiche tiefe Hintergrund der kosmischen Landschaft um den Ringnebel.

In dieser Aufnahme sind davon die ersten bescheidenen Andeutungen zu erkennen, vor allem die rund 200 Millionen Lichtjahre entfernte Spiralgalaxie IC 1296 rechts unten (Aufnahme durch den 12,5-Zoll-Newton). Wiederholt durchziehende Wolkenfelder und Hochnebel haben der Bildqualität zu schaffen gemacht. Weniger störend, aber sichtbar: Während einer Teilaufnahme rast ein künstlicher Erdsatellit quer durchs Kamera-Gesichtsfeld und genau über die Außenhülle von M 57 hinweg.

 

Der Eulen-Nebel M 97

Der Eulennebel M 97 zählt zu den lichtschwächsten Objekten des Messier-Katalogs und ist einer von insgesamt vier dort gelisteten planetarischen Nebeln (M 1 = Crab-Nebel, M 27 = Dumbbell-Nebel, M 57 = Ring-Nebel, M 97 = Owl-Nebel). Das wohl knapp 3000 Lichtjahre entfernte Gebilde befindet sich nahe der Galaxie M 108 und Merkab, dem der Deichsel diametral gegenüberliegenden Kastenstern des Großen Wagens.

Der planetarische Nebel ist komplex gebaut. Seinen Namen erhielt er von Lord Rosse, der ihn im Jahr 1848 erstmals durch sein Riesenteleskop beobachtete und zwei symmetrisch angeordnete, dunkle »Augen« in der runden Struktur erkannte. Dieses Eulengesicht entsteht offenbar in der Projektion durch die eigenartige Grundform des Objekts. Wir blicken hier anscheinend schräg auf eine Sphäre, deren beiden Pole »abgeschnitten« sind. An diesen materiearmen Stellen erscheinen die beiden, deutlich schwächer als die Umgebung leuchtenden »Augen« von M 97. Auch dieses Objekt weist eine innere und eine äußere Schale auf.

Diese Aufnahme durch den großen f/6-Newton zeigt nach einer Gesamtbelichtungszeit von 110 Minuten (L = 60’; R = 20’; G, B = je 15’) bereits einige ferne Hintergrundgalaxien, die als diffuse Lichtquellen in Erscheinung treten. Die hellste davon ist PGC 34279 (=MCG 9-19-14). Östlich davon liegt eine kleine Anordnung von Galaxien, die zu den leuchtkräftigen und kompakten Shakhbazian-Gruppen (Shkh 5 = Hickson 50) zählt. Schon die hellsten dieser ungewöhnlichen Objekte sind rund zwei Milliarden Lichtjahre von uns entfernt.

Das Sternbild Großer Wagen / Großer Bär (Ursa Major) deckt eine Himmelsregion ab, die weit abseits der Milchstraße und somit der »Zone of Avoidance« visueller Wellenlängen liegt (»Vermeidungszone« extragalaktischer Objekte). Daher hindern keine Gas- und Staubmassen den Blick in die Tiefen des Alls, hinaus in den extragalaktischen Raum. Nicht umsonst entstand das extrem »tiefe« Hubble Deep Field North ebenfalls in diesem Sternbild. Das Bildfeld wimmelt hier nur so vor Galaxien.

 

Rosettennebel NGC 2237-9,46 + NGC 2244

Links: Ein Ausschnitt aus dem Rosettennebel NGC 2237-9, 46 und Sternhaufen NGC 2244 im Sternbild Einhorn (Monoceros). Diese CCD-Aufnahme entstand allein in reinem H-Alpha-Licht und wurde entsprechend koloriert. Als Aufnahmeinstrument diente noch der 102/660-Großfeldrefraktor.

Rechts: Blick in den zentralen Bereich des Rosettennebels – aufgenommen durch den farbreineren ED-Halbapochromaten, rgb = O-H-S. Die langen dunklen Girlanden sind die berühmten »Elefantenrüssel«; daneben liegen oft kleine schwarze Sphären, die Globulen. So winzig sie erscheinen, messen sie im Durchschnitt doch das 7000- bis 10000-fache der Distanz Erde-Sonne. Aus ihnen entstehen neue Sterne und Sonnensysteme.

Im Zentrum des Nebels hat sich bereits ein kompletter Haufen neuer Sterne gebildet. Deren Energie- bzw. Teilchenausstoß fegte die übrig gebliebenen zentralen Gas- und Staubmassen nach außen, so dass ein »Loch« in der Mitte entstanden ist. Auf dem ED-Bild ragt ein Elefantenrüssel von rechts besonders weit in die zentrale Dunkelzone hinein. Sein aufgespaltenes Ende verleiht ihm annähernd die Form eines Schraubenschlüssels. Er liefert eine gute Orientierungsmarke auf Aufnahmen; der Verfasser bezeichnet ihn intern als »Wrench-Nebel«.

Hier noch einmal der Bereich um die ausgeprägtesten Elefantenrüssel und Globulen, kontrastverstärkt:

Ergänzende Abbildung:
Die Radiostrahlung des Rosettennebels bei 8,4 Gigaherz – Aufnahme des National Radio Astronomy Observatory Green Bank, Virginia:

Crescent-Nebel NGC 6888

Zwei Aufnahmen des Crescent-Nebels NGC 6888 im Sternbild Schwan – unweit der Gamma-Cygni-Region. Die linke Aufnahme entstand durch den Großfeld-Semi-Apo 80/600, die rechte durch den 12.5-Zoll Newton. Das Überblicksbild zeigt die Filterung rgb = SOH. Das zweite Bild hingegen ordnet nach: rgb = HOS. Vor allem die Filamente im rechten unteren Bildbereich ließen sich bei dieser Zuordnung am schönsten herausarbeiten.

Solche Vergleiche zeigen deutlich, dass viele astronomische Aufnahmen nicht den realen Farbeindruck wiedergeben. Ohnehin ist das Thema Farben im Weltraum recht komplex und erfordert eine umfangreiche Diskussion. Zur Kontraststeigerung werden oft falsche Farben verwendet. Gerade engbandige Aufnahmen, wie sie vor allem auch vom Hubble-Weltraum-Teleskop weithin bekannt sind, zeigen fantastische Details und ungewöhnlichste Farben.

Der Crescent-Nebel ist rund 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Sein Zentralstern, WR 136, in diesen Aufnahmen auch gut erkennbar (jeweils der obere der beiden hellsten Sterne im Nebel), zählt zur Gruppe der Wolf-Rayet-Sterne. Er ist somit extem heiß, sehr massiv, leuchtkräftig und aktiv. Dieser Stern stößt seine äußere Hülle in Gestalt von Nebelfetzen ins All ab.

Mit dem von ihm ausgehenden Sternwind gibt er alle 10 000 Jahre das Äquivalent einer Sonnenmasse ab. WR 136 ist nur 4,5 Millionen Jahre alt und könnte in ca. 100 000 Jahren als Supernova detonieren.

Ergänzende Abbildung:


(NASA-Grafik eines Wolf-Rayet-Sterns)

 

Nordamerika-Nebel NGC 7000

Die südliche Spitze von NGC 7000, des berühmten Nordamerika-Nebels – am Himmel nahe dem hellen Stern Deneb im Schwan gelegen.

Die wiederum engbandige CCD-Aufnahme zeigt deutlich die Cygnus-Wand, eine sich über ungefähr 15 Lichtjahre erstreckende Sternentstehungsregion.

Der Nordamerikanebel ist relativ lichtschwach und rund 1500 Lichtjahre von der Sonne entfernt (Zuordnung der Farbkanäle in dieser Aufnahme: rgb = SHO).

Ein Ausschnitt der Südspitze von NGC 7000, per CCD "gesehen" durch den 12,5-Zoll-Newton. Dieses LRGB-Bild entstand unter sehr mäßigen Sichtbedingungen und teils leichter Bewölkung. Die 1x1-Luminanz setzt sich aus 50' Ha (13nm) und 60' ungefiltert zusammen, hinzu kommen R=20', G=10' und B=20' (2x2).

Pelikan-Nebel IC 5070

Unweit des »Nordamerika«-Nebels befindet sich der »Pelikan«-Nebel, IC 5070, eine zum gleichen System zählende Wasserstoffregion mit Dunkelwolken und Ionisationsstoßfronten.

Rein optisch scheinen die beiden leuchtenden Massen durch den tiefen Weltraum voneinander getrennt zu sein. Tatsächlich aber liegt hier eine massive und ausgedehnte Dunkelwolke in unserer Sichtlinie, die den Blick auf die dahinter leuchtenden Nebelanteile blockiert und »schwärzt«.

Der Pelikan-Nebel ist ungefähr 2000 Lichtjahre von uns entfernt.

   

Pacman-Nebel NGC 281

Wegen ihrer von einer großen Dunkelwolke bestimmten Form wird diese Gas- und Staubwolke im Sternbild Cassiopeia auch als »Pacman«-Nebel bezeichnet. Der eingebettete Sternhaufen IC 1590 entstand erst vor wenigen Millionen Jahren. Astronomisch gesehen nicht viel.

Das Nebelgebiet von NGC 281 selbst ist eine sehr rege galaktische Sternentstehungs-Region in rund 10 000 Lichtjahren Distanz von der Sonne, hier zu sehen in einer monochromen, colorierten Ha-Aufnahme (13nm) - ein "Schlechtwetter-Bild": Die Aufnahme entstand bei großteils bewölktem Himmel durch Wolkenlücken hindurch.

Die Kamera nahm kontinuierlich einminütige Einzelbilder ohne weitere Nachführkontrolle auf. Die Lücken gaben den Blick immer wieder für kurze Zeit frei. Auf diese Weise blieben fünfzehn nutzbare Bilder übrig. Voraussetzung war von vornherein eine recht lichtstarke Aufnahmeoptik (10-Zoll f/4,7) und 2-fach-Binning, um noch ein möglichst gesättigtes Ergebnis sicherzustellen.

top Seitenanfang

..... Fortsetzung .....